Schulterprothesenimplantationen

Bei Knorpelaufbrauch und komplexer Zerstörung des Schultergelenkes kann bei anhaltenden Schmerzen und massiven Funktionsstörungen die Implantation eines Gelenkersatzes erforderlich werden.
Jüngere Patienten können dabei zum Erhalt des Knochens mit einem Oberflächenersatz versorgt werden.

Bei guter muskulär- sehniger Situation sollte eine anatomische Totalprothese (Kopf- und Pfannenkomponente)  Anwendung finden. Einerseits ist damit eine gute muskuläre Führung zu erwarten, andererseits entspricht die anatomische Besetzung der Gelenkpartner der ursprünglichen Funktion.

Bei begleitend häufiger Defektsituation der Rotatorenmanschette kann jedoch über eine spezielle Variante die Schulter alltagstauglich rekonstruiert werden. 
Auf der Seite der Schulterpfanne wird der Prothesenkopf und auf der Gegenseite die Pfanne implantiert. Dies führt zu einer Veränderung des späteren Drehzentrums der Prothese nach außen und unten. Trotz fehlendem tiefen Muskelmantel der Rotatorenmanschette kann nach der Operation über den dadurch entscheidend gekräftigten oberflächlichen Deltamuskel die Schulter kraftvoll abgespreizt und schmerzfrei über den Kopf bewegt werden.
Früher gab es einen kleinen Nachteil des Verfahrens, erste inverse Prothesen zeigten Haltbarkeiten von nur 7 – 10 Jahren. Neuere Modelle zeigen sich wesentlich stabiler.




 

icon drucker Druckversion